Startup
Freshflow
https://www.freshflow.ai
Digitale Intelligenz für die Obsttheke: Wie Freshflow den Handel revolutioniert
Echter Fortschritt entsteht dort, wo Theorie auf Praxis trifft. Das 20-köpfige Expertenteam von Freshflow verbringt deshalb hunderte Stunden direkt auf den Verkaufsflächen der Supermärkte, anstatt Software nur im isolierten Büro zu entwickeln. Gegründet im Jahr 2020 von KI-Spezialisten der ETH Zürich und des Alan Turing Instituts, verfolgt das Unternehmen in Berlin und Paris ein klares Ziel: die Lieferkette für verderbliche Waren durch eine eigens entwickelte, tiefgreifende Künstliche Intelligenz zu optimieren. Dabei liegt der Fokus auf der radikalen Vereinfachung für das Personal vor Ort. Die intuitive App ist so konzipiert, dass sie sich nahtlos in bestehende IT-Infrastrukturen einfügt und selbst unter Zeitdruck oder bei Personalmangel sofort einsatzbereit ist.
Wirtschaftlichkeit trifft ökologische Verantwortung. Während traditionelle Bestellungen oft auf Schätzungen oder starren Tabellen basieren, nutzt Freshflow datenbasierte Prognosen, um die Balance zwischen vollen Regalen und minimalem Ausschuss zu halten. In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) wurde eine Lösung geschaffen, die speziell auf die Komplexität von Frischwaren – wie variierende Haltbarkeiten und unzuverlässige Bestandsdaten – zugeschnitten ist. Das Ergebnis bei großen Einzelhändlern in Deutschland und Frankreich spricht für sich: Eine Reduzierung des Abfalls um ein Viertel bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung. Unterstützt durch namhafte europäische Investoren, strebt das Scale-up an, die weltweiten Lebensmittelverluste entlang der gesamten Kette zu halbieren.
Der globale Kontext: Ein Hebel gegen den Klimawandel. Die Relevanz dieser Technologie wird durch die erschreckende globale Bilanz unterstrichen: Wäre Lebensmittelverschwendung ein Land, stünde es bei den Treibhausgasemissionen weltweit an dritter Stelle. Da über 40 % aller produzierten Lebensmittel nie konsumiert werden, entstehen jährlich Verluste von rund 1,2 Billionen Dollar. Besonders im Einzelhandel, wo bisher bis zu 15 % der Frischprodukte entsorgt werden müssen, bietet Freshflow eine Lösung, die nicht nur Millionen an Profiten sichert, sondern auch den CO2-Fußabdruck massiv senkt. Es geht nicht um Science-Fiction, sondern um ein Werkzeug, das den täglichen Herausforderungen – von unvollständigen Lieferantendaten bis hin zur saisonalen Bestandsführung – mit präziser Logik begegnet.